Nationalmannschaft und Löw: Wie geht es weiter?

von | 21. Oktober 2020 | Nationalmannschaft | 0 Kommentare

Jogi Löw ist seit August 2006 Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Nimmt man die letzten zwei Jahre raus, hatte der DFB wohl zumindest sportlich gesehen seine ruhigste Zeit unter Löw. 

Seine Statistiken sind beeindruckend: 117 Siege in 184 Spielen, lediglich 30 Niederlagen und das in einem Zeitraum von 14 Jahren. Jedoch steht Löw seit 2018 und dem frühen Ausscheiden bei der WM in Russland in der Kritik. 

Die Kritik an Bundestrainer Joachim Löw

Personalentscheidungen

Löw trifft immer mehr falsche Entscheidungen.

2018 wurde Leroy Sane nicht für die WM berücksichtigt, obwohl er in diesem Jahr mit 10 Toren und 15 Assists Top-Scorer der Premier League war.

Dazu kommt das Ausbooten der verdienten Nationalspieler Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels im März 2019.

Vor allem die Art und Weise, wie mit den drei Spielern umgegangen wurde, war sehr fraglich. 

Spielsystem

Dazu kommt, dass Jogi Löw immer mehr wegen seinem System in Frage gestellt wird.

Im Moment spielt er in einem 3-4-3, und obwohl man sich davon defensive Stabilität verhofft, wirkt die Abwehr alles andere als stabil.

Das letzte Spiel, das man zu null bestritt, war am 16.11.2019 gegen Weißrussland (Endstand 4:0).

Darunter leidet nicht nur die Defensive, auch die offensive Durchschlagskraft wird in den ein oder anderen Aktionen sehnlichst vermisst.

Wie muss es weiter mit Löw und der Nationalmannschaft weitergehen?

Jogi Löw

Er wird Trainer der Nationalmannschaft bleiben bis zur EM 2021. Was darüber hinaus geschieht, bleibt abzuwarten. Das Abschneiden bei der EM wird dafür wohl maßgeblich sein.

insideFootball-Tipp an Löw:

Um erfolgreich die EM bestreiten zu können, das bedeutet ansehnlichen Fußball spielen gepaart mit einem Halbfinaleinzug, muss bei Löw ein Umdenken stattfinden.

Eine Systemänderung hin zum 4-2-3-1 mit einer Bayern-Achse könnte einen großen Effekt haben. Ebenfalls sollte Löw über die Rekrutierung von den Weltmeistern Müller, Hummels und Boateng wieder nachdenken, die alle drei eine gute bis sehr gute letzte Saison gespielt haben.

Nationalmannschaft

Sinkende Einschaltquoten am TV, Desinteresse der eigenen Fans und Verhöhnung des Marketings. All das muss geändert werden. 

insideFootball-Tipp an den DFB:

„Die Mannschaft“ muss vergessen werden und auf einen neuen Marketingzug aufspringen.

Wir brauchen eine Mannschaft, mit der man sich identifizieren kann – alle Positionen müssen mit den besten Spielern des Landes besetzt werden und zeigen, dass sie für ihr Land alles geben.

Lieber attraktiven Offensivfußball spielen, als vergebens auf eine instabile Abwehr hoffen.

Mein 23-Mann-Kader der Nationalmannschaft

Spielsystem: 4-2-3-1

Start-11:

TW Manuel Neuer-LV Robin Gosens-IV Niklas Süle-IV Mats Hummels-RV Joshua Kimmich-ZM Leon Goretzka-ZDM Toni Kroos-LA Serge Gnabry-ZOM Marco Reus-RA Leroy Sane-ST Timo Werner

Auswechselbank:

TW Marc-Andre ter Stegen-IV Jerome Boateng-IV/RV Lukas Klostermann-IV Matthias Ginter-LV Marcel Halstenberg-ZM Kai Havertz-ZDM Emre Can-ZM Julian Brandt-ZOM/RA Thomas Müller-LA/RA Julian Draxler-RA Jonas Hofmann-ST Kevin Volland

Bildquelle: Pixabay 

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