Jogi Löw auf DFB-Pressekonferenz: „Aktuell keine Veranlassung für Rückkehraktion“

von | 7. Dezember 2020 | Nationalmannschaft | 0 Kommentare

Am heutigen Montag trat Jogi Löw um 16:00 Uhr vor die Kameras und erklärte seine aktuelle Situation beim DFB. Er stellte sich weiterhin den Fragen der Journalisten.

Zu Beginn beschreibt Löw die Enttäuschung nach dem Debakel gegen Spanien. Er verstehe die Wut und Enttäuschung der Fans angesichts der schlechten Resultate der Nationalmannschaft des vergangenen Jahres. Weiterhin beschreibt der Nationaltrainer seinen Unmut darüber, dass Unwahrheiten an die Öffentlichkeit gelangten. Aussagen, er seie nach dem Spanienspiel abgetaucht, könne er nicht nachvollziehen. Trotz des Debakels haben er und sein Team das Spiel gerade deswegen aufgearbeitet und analysiert. Sein Bestreben war es auch, intern seine Sichtweise zu erläutern.

Auf die Frage hin, ob dies die aktuell schwierigste Situation des Bundestrainers sei und ob bereits Zweifel am Kurs aufgekommen sind, antwortete Jogi Löw wie gewöhnt. Er habe bereits viele schwierige Situationen als Bundestrainer erlebt, nach dem 6:0 gegen Spanien war die Wut und Enttäuschung zwar sehr groß, angesichts des eingeleiteten Umbruchs denkt Löw aber nicht an einen Kurswechsel. Mit Rückschlägen wurde kalkuliert, Löw spricht den Spielern sowie dem geplanten Weg der Nationalelf sein vollstes Vertrauen aus.

Die Fragen der Journalisten an Jogi Löw

Auf die Frage hin, ob dies die aktuell schwierigste Situation des Bundestrainers sei und ob bereits Zweifel am Kurs aufgekommen sind, antwortete Löw wie gewöhnt. Er habe bereits viele schwierige Situationen als Bundestrainer erlebt, nach dem 6:0 gegen Spanien war die Wut und Enttäuschung zwar sehr groß, angesichts des eingeleiteten Umbruchs denkt Löw aber nicht an einen Kurswechsel. Mit Rückschlägen wurde kalkuliert, Löw spricht den Spielern sowie dem geplanten Weg der Nationalelf sein vollstes Vertrauen aus.

Dass nach den ersten internen Sitzungen und Aussprachen Informationen in die Öffentlichkeit gesickert sind, hat Joachim Löw sehr verärgert. Laut eigenen Aussagen hat er seinen Ärger intern klar angesprochen und seine Enttäuschung darüber deutlich gemacht.

Angesprochen auf Veränderungen sagt Löw, dass er und sein Team sich natürlich konstruktiver Kritik stellen und über die Dinge nachdenken. Sie seien selbstkritisch und hinterfragen sich immer wieder. Er beschreibt das Vertrauen innerhalb des Trainerteams und dass dort immer eine offene Aussprache über die Spielweise- und Vorbereitung herrscht. Trotz des schlechten Spiels gegen Spanien gäbe es aktuell keinen Grund zum Anlass, alles über den Haufen zu werfen. Vielmehr will Jogi Löw zunächst die Details mit den Spielern analysieren und die entsprechenden Lehren daraus ziehen.

Jogi Löw glaubt nicht, dass die derzeitige schlechte Stimmungslage einen großen Einfluss auf die Spieler hat. Es sei normal, dass bei ausbleibenden Resultaten die Stimmung kippen kann. Die Spieler wüssten aber auch, was von ihnen erwartet wird und wie mit solchen Situationen umzugehen ist.

Löw und sein Team würden zwecks Beobachtung am liebsten jedes Bundesliga-Spiel im Stadion ansehen. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und der Vereinbarung mit den Behörden wurde aber beschlossen, dass das DFB-Team um Jogi Löw bis zum Jahresende keine Stadien mehr besucht.

Causa Müller, Boateng und Hummels

Angesprochen auf eine mögliche Rückkehr der Weltmeister holte Löw zunächst weit aus und erklärte den Umbruch ab 2018. Er wolle jungen Spielern nach wie vor Raum und Zeit zur Entwicklung geben. Er wisse, dass der Trainer derjenige ist, der für den Erfolg oder Misserfolg verantwortlich gemacht wird. Daher lässt er sich die Option offen, vor dem Turnier noch mögliche Änderungen im Kader und bei den Nominierungen vorzunehmen. Im Moment sieht er dazu allerdings keine Veranlassung.

Verletzungen, die aktuelle Form und weitere Faktoren vor der EM seien auch entscheidend bei der Kaderentscheidung. Jogi Löw sagt weiterhin, dass er hoffe, dass sich bis zum März keine Spieler mehr verletzen. Vor der endgültigen Nominierung für die EM werden er und das Team nochmals eine gründliche Analyse vornehmen und jeden Stein umdrehen, und dann gegebenenfalls auch noch Spieler hinzufügen.

Debakel gegen Spanien

Zum 6:0-Kanterniederlage gegen die Spanier beschreibt Jogi Löw als Erstes seine Konsternierung. Er wäre sehr enttäuscht darüber gewesen, dass die Dinge, die er mit der Mannschaft im Vorfeld besprochen hat, durchgehend nicht funktioniert haben.

Auch die in der Halbzeit geforderte Änderung der taktischen Ausrichtung brachte keinen Erfolg.

Jogi Löw und sein Team haben die Gründe „bis ins kleinste Detail“ analyisiert.

Vertrauen in ihn und den DFB

Das Aussagen in die Öffentlichkeit gelangten, hat Löw sehr missfallen. Trotzdem spüre er nach wie vor das nötige Vertrauen. Dieses wurde ihm in der Präsidiumssitzung am letzten Montag deutlich ausgesprochen.

Ihm sei besonders wichtig, aus Überzeugung zu arbeiten und nicht aus anderen Gründen. Jogi Löw sei in der Lage, Dinge zu korrigieren, halte aber weiterhin an seinem Kurs fest.

Löw sei bewusst, dass insbesondere er aufgrund der schlechten Ergebnisse in der Kritik steht und wieder bessere Resultate liefern muss. Dennoch glaubt er an die Zukunft der Mannschaft und die Leistung der Spieler. Er ist überzeugt davon, dass er die Mannschaft erreicht und die Dinge umsetzen kann, auch wenn es im Spiel gegen Spanien nicht geklappt hat.

Die Frage, ob Löw von nun an klarere Kante zeigen und sich nicht mehr reinreden lassen will, beantwortet der mit der internen Arbeit, die bis zum März vor ihm und seinem Team liegt. Er sei der Bundestrainer und entscheide, wann er sich zu Wort meldet. Er müsse nicht permanent öffentlich auftreten, vieles sei auch intern aufzuarbeiten. Die Analysen und Tätigkeiten im engeren Kreis hätten Priorität.

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