Champions League am Mittwoch: Der Nachbericht zu den Bundesligaclubs

von | 31. Oktober 2020 | Wettbewerbe, Champions League | 0 Kommentare

Die Bundesligaclubs holen in der Champions League genau die selbe Punktausbeute, wie letzte Woche zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage steht den Vereinen zu buche. Zieht man eine Bilanz zu den anderen Top-Ligen waren nur die spanischen und englischen Clubs besser, als die Deutschen.

Wir analysieren die Spiele BVB vs. Zenit und Manu vs. RB.

Borussia Dortmund vs. Zenit St. Petersburg 2:0 – Champions League

(Tore: 1:0 Jadon Sancho 78. Min.; 2:0 Erling Haaland 90+1. Min.)

In der ersten Viertelstunde passierte nicht viel. Der BVB hatte sehr viel Ballbesitz und die absolute Spielkontrolle. Die Russen standen tief und sind in die Partie gegangen mit dem Matchplan, zu verteidigen, kompakt zu stehen und dem BVB wenig Räume zu geben, damit sie ihr Tempo nicht auf den Platz bringen können. Offensiv wollten die Russen schnelle Konter setzen und auf Standards um den herum Strafraum hoffen. 

15. Minute die erste Abschlusschance für den BVB. Eine Flanke vom linken Außenverteidiger Raphael Guerreiro findet in der Mitte Erling Haaland, der den Ball mit etwas Glück zu Reyna bekommt. Gio Reyna kommt aus 16 Metern mittlerer Position zum Abschluss. Der Ball geht knapp links am Tor vorbei. 

Ein Reus-Freistoß aus der 26. Minute wurde vom russischen Torwart sehr gut entschärft und zur Ecke geklärt.

35. Minute, die Russen fahren ihren ersten Konter über die linke Seite. Douglas Santos bringt eine Flanke Richtung vorderes Fünfmetereck. Bürki, der BVB-Goali, schreit ganz laut LEO, was ein Zeichen ist, das der Torwart von seiner Linie rauskommt und den Ball abfangen möchte. Er unterschätzt den Ball jedoch und Driussi kommt vor dem Schweizer zum Kopfball. Driussi köpft den Ball über das Tor und es geht mit Abstoß für den BVB weiter.

42. Minute, dickste Möglichkeit für den BVB, das 1:0 zu erzielen. Ein Ballgewinn im Mittelfeld von Manuel Akanji kommt zu Jadon Sancho, der den Ball über 30 Meter antreibt und zu Haaland durchsteckt. Der Neuner des BVB kommt aus 10 Meter halblinker Position zum Abschluss. Er verzieht den Ball jedoch rechts am Tor vorbei. 

Dann ging lange nichts, sehr Highlight-arm, wenig Abschlüsse und sehr wenig Tempo vom BVB. Man glaubte schon, dass das Spiel ohne Tore enden könnte. 

Gerade dann kommt eine Flanke von der rechten Seite an den Zweiten Pfosten hinein. Da ist der eingewechselte Thorgan Hazard, der gezogen, gehalten und schlussendlich zu fall gebracht wurde vom russischen Außenverteidiger Karavaev, der einen krassen Stellungsfehler machte. Dem BVB kann es egal sein. Klarer Elfmeter, den Kuipers auch sofort gibt. Sancho tritt an und versenkte den Ball souverän rechts unten im Eck. 78. Minute, 1:0 BVB.

Nach einem Befreiungsschlag vom BVB verlängert Jude Bellingham, ebenfalls eingewechselt, mit dem Kopf perfekt in den Lauf von Haaland, der alleine auf den Torwart zuläuft. Haaland bleibt diesmal kühl vor dem Tor und schiebt den Ball durch die Beine des Torwarts zum 2:0 ein.

Puhhhh BVB. Ein hartes Stück Arbeit, aber es zählen nur die drei Punkte, die wurden erfolgreich eingetütet. Nun gilt es, schon den nächsten Gegner in der Champions League im Blick zu haben: der heißt FC Brügge.

Manchester United vs. RB Leipzig 5:0 – Champions League

(Tore: 1:0 Mason Greenwood 21. Min.; 2:0, 3:0 und 5:0 Marcus Rashford 74., 78. und 90+2. Min.; 4:0 Anthony Martial 87. Min.)

Nach ausgeglichenen 20 Minuten zwischen Manu und RB geht United in der 21 Minute durch Mason Greenwood, der von Paul Pogba bedient wurde, in Führung. Der Treffer hat jedoch einen faden Beigeschmack. Greenwood steht beim Pass von Pogba hauchzart im Abseits. Als die DAZN-Kommentatoren sich schon für Abseits entschieden haben und das damit verbundene Eingreifen des VAR, hat der Schiri schon wieder zum Anstoß gepfiffen. Wirklich schade, dass der VAR hier wieder in die Kritik geraten muss.

Danach wollte die Nagelsmann-Elf unbedingt das 1:1 machen und bemühte sich sehr darum. Sie hatten auch mehr vom Spiel, doch wenn es ins letzte Drittel kam, fehlte ein wenig Kreativität und die Geilheit darauf, ein Tor zu erzielen. 

Einzig Konaté hatte die Chance, nach einer Angelinoflanke Leipzig zum Ausgleich zu köpfen. Er scheiterte jedoch an De Gea, der den Ball aus kurzer Distanz stark pariert.

Vielmehr muss man aus deutscher Sicht nicht mehr dazu sagen, außer dass Leipzig das Spiel machte und gnadenlos ausgekontert wurde. Das 2:0 und das 4.0 waren Konter. Dem 3:0 ging ein Ballverlust von Sabitzer in der eigenen Hälfte voraus und das 5:0 war ein Angriff über die linke Seite.

Nichtsdestotrotz muss Leipzig sofort das Spiel abhaken und nach vorne schauen. Jetzt spielt man in der Champions League zwei mal gegen PSG. Kopf hoch! Mund abwischen! Nächste Woche gehts weiter gegen Paris. Manu hingegen hat sich auf großer Bühne gezeigt, den letztjährigen Finalen PSG besiegt, und nun auch RB geschlagen, einen letztjährigen Halbfinalist.

Und jetzt spielt man zwei mal gegen den vermeintlich schwächsten Gegner Basaksehir.

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