Barca, Juve, Man City: Wo geht’s hin für David Alaba?

von | 20. Oktober 2020 | Transfernews | 0 Kommentare

David Alaba und der Wechselzirkus – Man City? Real? Barca? Juve? Oder doch der Verbleib beim FC Bayern?

Seit Monaten wird spekuliert, zu welchem Verein David Alaba wechseln wird. Mal heißt es, die Gespräche mit den Bayern um eine Vertragsverlängerung sind weit fortgeschritten, bei anderen Medienberichten heißt es, Alaba möchte unbedingt eine neue Kultur und eine andere Liga kennenlernen.

David Alabas Vorstellungen – Irrsinn oder akzeptabel?

Fakt ist: David Alaba fordert ein Monstergehalt. 400.000 Euro/Woche, hochgerechnetes Jahresgehalt 20.800.000 Euro. Das möchte der 28 Jahre alte Österreicher für eine Vertragsverlängerung vom FCB.

Da stellt man sich schon die Frage, sind die Forderungen in Ordnung? Welche Clubs benötigen ihn? Und vor allem: Welche Vereine können ihn bezahlen? Dazu geben wir einen Ausblick, wie es in der Causa Alaba weitergehen könnte!

Sind die Konditionen, die Alaba fordert, akzeptabel? 

Ganz klare Antwort: nein.

Schauen wir in die Riege der weltklasse Innen- und Außenverteidiger, sehen wir, dass keiner mehr als 18,5 Mio. Euro (Top-Verdiener Sergio Ramos) verdient.

Das heißt, Alaba würde den kompletten Markt auf links drehen. Weitere kolportierte Angebote werden folgen von anderen Spielern. 

Dazu kommt, dass der Verein, der die Gehaltsforderungen bezahlt, in Zukunft ein extremes Problem mit der Gehaltsliste bekommen wird. Angreifer werden kommen und noch höhere Gehälter fordern. Verdiente Spieler des Vereins werden nach der monetären Wertschätzung fragen.

Welcher Verein kann ihn bezahlen, welcher benötigt ihn und möchte Alaba zu diesem Club?

Hierzu haben wir eine kleine Vorauswahl getroffen: Infrage kommen Juventus Turin, Manchester City, Real Madrid, FC Barcelona und dem jetzigen Club FC Bayern München.

Juventus Turin

Laut Medienberichten hat Juve Interesse bei Alaba-Berater Pini Zahavi hinterlegt. Er befeuert das ganze auch durch seine Aussagen, dass sie in guten Verhandlungen seien. 

Juventus benötigt Innenverteidiger, da die Alte Dame in der Regel mit drei Innenverteidigern spielt und nur vier im aktuellen Kader stehen. Dazu kommt, dass mit Leonardo Bonucci (33 Jahre) und Giorgio Chiellini (36 Jahre) nicht mehr die jüngsten Spieler auf dieser Position vertreten sind. Alaba würde auch in das System von Trainer Andrea Pirlo sehr gut reinpassen, vor allem im Spielaufbau würde er die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo verbessern.

Juve kann ihn sich leisten hat auch im letzten Sommer für einen IV viel Geld investiert: 75 Mio. Ablöse, dazu 16 Mio. Jahresgehalt für Matthias de Ligt. Jedoch muss den Offiziellen der Alten Dame klar sein, dass Sie bei einem Alaba-Transfer und den damit verbundenen enormen Gehaltskosten in Zukunft Spieler kommen werden, die gleiche Forderungen oder sogar noch höhere Gehaltsvorschläge haben werden.

insideFootball-Tipp an Juve:

Neu aufbauen anstatt nur nachladen sollte die Devise von Juve in der Verteidigung heißen!

Junge, talentierte Spieler holen. Am besten Spieler, die sich mit dem Verein identifizieren können.

Man hat das mit Matthias de ligt getan und um Ihn sollte man die neue Dreierkette aufbauen. Jedoch müssen die zwei Oldies in der IV ihre Rolle als Reservisten erst mal hinnehmen, bevor man einen Neuaufbau startet. Ehre, wem Ehre gebührt!

Manchester City

Manchester City und Pep Guardiola sind immer für eine Verpflichtung von neuen Innenverteidigern gut.

Seit Vincent Kompany den Verein verlassen hat, sehnt sich der ganze Verein nach einem neuen Abwehrchef.

Wenigstens wissen sie um ihre Schwachstelle und gaben in junger Vergangenheit ganze 400 Millionen für Verteidiger aus.

Also am Geld sollte es bei Manchester City und David Alaba nicht scheitern, dazu kommt das gute Verhältnis zwischen Alaba und Trainer Pep Guardiola.

Er würde auch perfekt ins System passen, egal ob als IV oder AV. City braucht Weltklasse-Verteidiger, vor allem spielstarke, die für den Ballbesitz-Fußball von Pep Guardiola stehen. 

Jedoch will Alaba nicht auf die Insel, er sieht sich selber eher im Süden Europas.

insideFootball-Tipp an City:

Sie müssen alles probieren, um David Alaba zu verpflichten.

Alaba ist das fehlende Puzzleteil im System von Pep Guardiola. Er bringt ein unglaubliches Spielverständnis gepaart mit Führungsmentalität mit.

Beide Eigenschaften würden Man City gut tun.

Vielleicht geht ja da noch was, wenn City ordentlich die Geldbörse aufmacht, ein Jahresgehalt von 25 Millionen Euro bietet und dem, Zitat Uli Hoeneß, „geldgierigen Piranha” Pini Zahavi alle Wünsche mit Handkuss erfüllt.

Real Madrid

Real Madrid gehört zu dem Wunschvereinen von David Alaba. Man hörte immer bei Fragen um Alabas Zukunft in der Vergangenheit, dass er nur eine Richtung im Kopf hat, und das ist Spanien.

Ihm gefällt die spanische Liga sehr, vor allem die Art und Weise, wie dort Fußball gespielt wird. Man muss auch einfach dazu sagen, dass er im Falle eines Triple-Gewinns mit Real in eine ganz andere Region Legacy/GOATs  fallen würde, als er im Moment ist.

Real hat jedoch leider nicht den Bedarf für einen Innenverteidiger wie David Alaba, erst recht nicht zu den Konditionen, die der Österreicher fordert.

Erstens bastelt Real gerade an dem neuen Galaktiko im Sturm, und falls er kommen sollte, wird Kylian Mpabbe eine Monsterablöse kosten. Zweitens möchten sie eher mit Sergio Ramos verlängern.

Was absolut in Ordnung ist, schließlich wird Sergio Ramos von den Real-Fans vergöttert, er hat dem Verein sehr viel gegeben, er ist Topfit, liefert noch immer starke Leistungen und ganz ehrlich: Ein Real Madrid ohne Sergio Ramos ist nicht vorstellbar.

insideFootball-Tipp an Real:

Verlängert mit Ramos, Schluss, aus, Ende!!!

FC Barcelona

Auch hier gilt dasselbe wie bei Real: Barca ist ein absoluter Wunschverein von David Alaba. Und Bedarf hätten sie.

Barca spielt fast immer noch mit der selben Viererkette, die gegen die Bayern acht Tore gefangen hat, einzig allein Semedo wurde ersetzt.

Jedoch wir wissen alle, Geld ist im Moment beim FC Barcelona wenig beziehungsweise keines vorhanden.

Das bedeutet, der große Umbruch blieb aus und deswegen bleibt auch ein Transfer von David Alaba zum FC Barcelona aus.

insideFootball-Tipp an Barca:

Man benötigt dringend einen Umbruch in der Abwehr und wenn man kein Geld hat, dann baut man auf La Masia, die eigene Jugendabteilung. Soll ja nicht die schlechteste sein auf der Welt.

FC Bayern München

Ein leidiges Thema für alle Bayern Fans. Bayern hat Alaba ein faires Angebot unterbreitet. Alaba hat es abgelehnt und sitzt so, wie der Bayer es sagen würde, narrisch auf seinen Konditionen, dass er nicht Verhandlungsbereit ist, „Stand jetzt“ (kleiner Seitenhieb an Niko Kovac)

Die Bayern haben es längst eingesehen, dass man auf dieser Position einfach nicht so einen großen Bedarf hat. Selbst wenn Alaba gehen würde, hätte man mit Hernandez, Süle, Boateng und Nianzou vier gelernte Innenverteidiger.

Die Bayern werden Alaba auf jeden Fall keine 20 Millionen Euro Jahresgehalt unter den Weihnachtsbaum legen. 

insideFootball-Tipp an Bayern:

Abwarten und Tee trinken. Alaba muss erst mal einen Verein finden, der ihm das Gehalt bezahlt und vor allem sollte man Alaba Stand jetzt nicht mehr um jeden Preis halten. 

Außerdem würde er nur das Gehaltsgefüge der Mannschaft zerstören.

Wenn die Seite Alaba jedoch beim Gehalt einknickt, weil er keinen Markt erkennen kann, müssen die Bayern da sein und einen Vertrag zum Unterschreiben bereitliegen haben.

Schlusswort zum Thema Alaba

Ich sehe im Moment keinen Markt für David Alaba. Er möchte nicht nach England und auch nicht nach Italien, die spanischen Vereine können beziehungsweise wollen ihn nicht bezahlen. Ich sehe nur Juve als Alternative, wenn die Italiener den Gehaltsvorstellungen nachkommen, dann wäre er eventuell bereit zu einem Wechsel.

Ich glaube, Alaba hat darauf gewartet, mit anderen Vereinen über einen ablösefreien Wechsel zu sprechen, womöglich wartet er darauf jetzt noch, um dann zu sehen, welche Möglichkeiten er hat. 

Mit dieser Basis hat er dann eine bessere Verhandlungsposition bei den Bayern, um nach wie vor viel zu fordern und eventuell ein 15 Mio.-Angebot von Juve in der Hinterhand zu haben, sollten die Münchner nicht nachgeben. 

insideFootball-Prognose:

Alaba wechselt zu Juve und unterschreibt dort einen Vierjahresvertrag mit einem Jahressalär in Höhe von 19 Milionen Euro.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.