4-2-3-1: Das moderne Spielsystem

von | 10. Dezember 2020 | Fußball-Formationen, Fußball-Lexikon | 0 Kommentare

In diesem Artikel erklären wir euch das Spielsystem 4-2-3-1. Wir untergliedern diesen Artikel in Aufbau des 4-2-3-1, Vor- und Nachteile, Erklärung des Modernen Spielsystems.

Aufbau des 4-2-3-1

4: steht für die vier Verteidiger, die aufgegliedert sind in 2 Außenverteidiger und 2 Innenverteidiger.
2: steht für die sogenannte Doppelsechs. Das bedeutet, dass es zwei zentral defensive Mittelfeldspieler gibt.
3: Die drei offensiven Mittelfeldspieler bestehend aus zwei Außenspielern und einem zentral offensiven Mittelfeldspieler, auch genannt 10er.
4-2-3-1
1: Der klassische Stürmer, meist tragen die Spieler, die diese Position spielen, die Neun, da es der sogenannte 9er in der Fußballsprache ist.

Vorteile des 4-2-3-1

  • Zum einen bietet das 4-2-3-1 mehrere Möglichkeiten an, wie man sich in diesem Spielsystem verhält: ob Offensivpressing, Mittelfeldpressing oder sogar ein Defensivpressing, in diesem System sind viele Spielweisen möglich. Gegen den Ball oder mit dem Ball kann man ein geordnetes Kurzpassspiel aufziehen oder auch lange Bälle über den kompletten Platz spielen oder Tempo-Spieler ins Dribbling einsetzen.
  • Ein weiterer großer Vorteil ist: genügend Männer im Angriff sorgen für Überzahlsituationen und genügend Männer in der Verteidigung für eine stabile und kompakte Defensive.
  • Spielverlagerungen sind im 4-2-3-1 ein probates Mittel, um zum Torabschluss zu kommen, da eine Seite extra mit vielen Spielern überladen wird, somit ergeben sich Freiräume auf dem anderen Flügel.
  • Das 4-2-3-1 ist ein gutes Spielsystem für Konter und schnelle Umschaltsituationen, da meist über die Flügel schnelle und dribbelstarke Spieler zum Einsatz kommen und sich trotzdem genügend Spieler im Zentrum befinden, die somit ein Überzahlspiel generieren und leichter zu Torchancen kommen.
  • Starke Tempodribbler, die gerne ins Eins-gegen-Eins gehen, fühlen sich auch in diesem Spielsystem sehr wohl, weil man in viele Eins-gegen-Eins-Duelle gehen kann und am Besten auch gewinnen muss. Dazu kommt das sehr gut spielbare Umschaltspiel in diesem System, in dem sich flinke und schnelle Spieler leichter tun, einen Torabschlüssen zu generieren.
  • Kompaktes Mittelfeld mit wenig Räumen in der Zentrale des Spielfelds, dadurch kann man deutlich einfacher das Tor verteidigen, da man zunächst immer versucht, die Mitte zu verteidigen, da sich dort das Tor befindet, damit die gegnerischen Spieler nicht in den gefährlichen Raum kommen und sich einen Abschluss erarbeiten.

Nachteile des 4-2-3-1

  • Konteranfälligkeit über die Flügel, da meist der Außenverteidiger in die Offensive mit aufrückt, um Überzahlaktionen zu generieren. Somit können Löcher im Defensivverbund der jeweiligen Seiten entstehen.
  • Das Offensivpressing und das somit verbundene hohe Anlaufen der Offensivspieler und hohe Verteidigen der Defensivreihe ist ein Spiel mit dem Feuer. Es kann gut gehen, jedoch nur, wenn man die geeigneten Spieler dazu hat. Man geht dadurch in ein sehr hohes Risiko, Gegentore zu fangen.

4-2-3-1: Das moderne Spielsystem

In der heutigen Zeit sagt man zwar 4-2-3-1 und Doppelsechs, doch meist wird mit einem Sechser und einem Achter gespielt oder sogar mit zwei Achtern. Das System müsste eigentlich 4-1-1-3-1 lauten, jedoch behält man das Spielsystem bis heute so bei.

Warum ein Sechser und ein Achter?

Ein Sechser und Achter sind wichtig, damit ein guter Mix zwischen Offensive und Defensive, auch im zentralen Mittelfeld, entsteht.

Der Sechser hat die Aufgabe, die Defensive zu unterstützen. Er kann an einem guten Tag der wichtigste Mann auf dem Platz sein, da er mit seiner Zweikampfstärke und mit einem sehr guten Stellungspiel/Auge die Bälle, die meist zwischen die Ketten gespielt werden, abfangen und somit die gegnerischen zentralen Angreifer aus den Spiel nehmen kann.

Der Achter ist ein klassischer Box-to-Box- oder auf Deutsch Strafraum-zu-Strafraum-Spieler ist. Er soll sowohl die Offensive unterstützen als auch die Defensive. Offensiv wird er versuchen, Spielsituationen einzuleiten. Er soll auch versuchen, zu Torabschlüssen zu kommen, da er selbst einen sehr guten Abschluss hat. Auch bei Standards geht er meist mit in den Strafraum. Defensiv soll er den Sechser unterstützen, Bälle, die durch die Zentrale kommen, abzufangen und sich sofort ins Umschaltspiel mit einbringen.

Warum zwei Achter?

Vor allem bei offensiver Ausrichtung ist es ein probates Mittel, auf zwei Achter zu stellen, da man insgesamt sehr hoch verteidigt und es eigentlich keinen Raum zwischen den Ketten geben soll, den der Gegner bespielen kann. Die zwei Achter haben die Aufgabe, sich früh ins Pressing mit einzuschalten und den Gegner keine Möglichkeit zu geben, das Pressing über das Zentrum zu überspielen. Sobald sie den Ball abgefangen haben, können sie instinktiv entscheiden, wie sich die Spielsituation fortsetzt. Entweder es folgt ein geordneter Spielaufbau über die Verteidiger oder schnelle Pässe in die Spitze, um die Ketten zu überspielen und somit überfallartig ins Umschaltspiel zu kommen.

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